Frische Verletzungen des Achsenskeletts erfordern eine stadiengerechte adäquate Behandlung. Rasche Wiederherstellung der Funktion und Belastbarkeit und steigende Ansprüche an Ausheilungsergebnis und Komfort führten in den letzten Jahren zu einem tiefgreifenden Wandel der Therapieansätze. Starre Behandlungsschemata mit über Wochen dauernder Gipsruhigstellung sind nicht mehr in jedem Fall erforderlich.

Wir verfügen über Digitales Röntgen


Rauchen kann die Knochenbruchheilung erheblich verzögern !

                                                     Ein prägnantes Beispiel finden Sie dazu        - hier -


- Auswahl -

  • Handgelenksbruch

Der häufigste Bruch des menschlichen Knochens ist der körperferne Speichenbruch. Primäre oder sekundäre im Heilungsverlauf auftretende Verschiebungen der Gelenkfläche oder der Knochenachse werden heute auch beim alten Menschen nicht mehr hingenommen. In den erforderlichen Fällen wird der wieder eingerichtete Knochen mit Drähten, einer Plattenverschraubung oder mit einem äußeren Festhalter (Fixateur externe) versorgt. Nach erfolgreicher Stabilisierung kann in vielen Fällen auf einen Gips verzichtet und eine rasche funktionelle Übungsbehandlung eingeleitet werden.

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Daniela Kraus

und Cordelia

  

  

  


  • Luxation (Verrenkung)

Unter einer Luxation versteht man die Veschiebung zweier in einem Gelenk verbundener Knochenenden aus ihrer normalen Stellung. Neben einer unfallbedingten Luxation durch äußere Gewalteinwirkung gibt es noch angeborene, krankheitsbedingte (z.B. durch Rheuma), durch Lähmungen hervorgerufene und habituelle (rezidivierende, sich wiederholende) Luxationen.
Daneben gibt es noch sogenannte Luxationsfrakturen (Verrenkungsbrüche). Das sind Knochenbrüche, die in das Gelenk hineinziehen.
Vordringliche Aufgabe der medizinischen Versorgung einer Luxation liegt in einer zeitnahen, schonenden und möglichst schmerzfreien Wiederherstellung der anatomischen Verhältnisse durch Zug und Gegenzug. Danach folgt die Entscheidung für eine konservative (ohne Operation) oder operative Behandlung.

Ein auffälliges Röngenbild, aber... Image


  • Bruch des Mittelhandknochens  

In unserer Paxis begegnen uns öfters Fälle einer Mittelhandknochenfraktur. Meistens ist der 5. Strahl betroffen, insbesondere das körperferne Ende. Da der Zug der Beugesehnen und -muskeln stärker ist als der des Streckapparates, kommt es zu einer beugeseitigen Abwinkelung und Verschiebung der Bruchfragmente, was ab einer bestimmten Achsabweichung nicht mehr toleriert werden kann und eine Operation erforderlich macht. Wir verwenden in unserer Praxis dazu u.a. einen sogenannten Fixateur externe, einen äußeren Festhalter, der ein frühes, gipsfreies Bewegen der Hand und der Finger ermöglicht. Meistens ist eine operative Versorgung möglich, ohne den Bruch freizulegen zu müssen.

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Erneuter Bruch des 2. Mittelhandknochens

  
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Offene Versorgung der Fraktur mit

Knochenspänen und einem

Fixateur externe

  
  
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6 Wochen

nach der Operation 

  

  

  

  

  


  • Außenbandverletzung / Sprunggelenksbruch

Auch die Behandlung der Bandrisse und Brüche am Innen- und Außenknöchel hat sich entscheidend geändert. Außenbandrisse werden nur noch in Außnahmefällen oder bei chronischer Instabilität operativ versorgt. Während einer ca. 6-wöchigen Behandlung mit einer Push-Brace kann der Verletzte rasch wieder zur Vollbelastung und seinem gewohnten Lebensrhythmus zurückkehren. Außenknöchelbrüche ohne Verschiebung unter oder in Höhe des Gelenkspalts werden zunehmend ebenso behandelt. Verschobene Brüche des Innen- oder Außenknöchels werden meist eingerichtet mit Schrauben, Platten oder Drähten und ebenso mit einer Schuh / Schienenkombination, möglichst unter Vollbelastung versorgt.  

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Push Brace      




  • Achillessehnenriss

Die Achillessehne kann bei abrupter Überdehnung beim Sport oder Stürzen - meist im mittleren Alter zwischen 30 und 50 Jahren - mit einem lauten Knall reißen. Auch hier setzt sich zunehmend eine ambulante funktionelle operative oder konservative Behandlung durch. Besonders für die ambulante operative Behandlung eignet sich die perkutane Rahmennaht nach Pässler, die auch in örtlicher Betäubung durchgeführt werden kann. Die funktionelle Nachbehandlung in einem Gehverbandschuh erlaubt rasch eine Mobilisation unter voller Belastung. In einigen geeigneten Fällen ist eine rein konservative Behandlung in einem Gehverbandschuh möglich, der ca. 6 Wochen getragen werden sollte.

intraoperativer Befund einer Achillessehnenruptur
- nur für mutige Betrachter-