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Die Empfehlung von

Dr. med. Anna Fischer-Dückelmann

im Jahre 1911

bei chronischen Kniegelenksbeschwerden 



in ihrem Buch 'Die Frau als Hausärztin'
- das goldene Familienbuch -

Mit einer Auflage von über 900.000 Exemplaren
damals ein Bestseller,
erschienen in 10 Sprachen

Das Standardwerk,
das in keiner Aussteuer einer angehenden Ehefrau und Mutter fehlen durfte.

 

 

 mittlerweile gibt es andere Therapieansätze...
 

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Dr. Hartwig Liedtke

bei einer Kniegelenksarthroskopie

 

 

 


  Merkblatt zur persönlichen OP- und Anästhesievorbereitung


 


Das Kniegelenk


Meniskuschirurgie

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Innerer Gelenkspalt  

Nicht jeder Innenmeniskus sieht so normal aus wie bei dieser 25jährigen Patientin, die wegen eines Schadens an der Kniescheibenhinterfläche und freier Gelenkkörper arthroskopiert werden musste.

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48jähriger Mann

mit chronischen Kniegelenksbeschwerden

Der Innenmeniskus ist im Hinterhornbereich
lappenförmig eingerissen
und in den Gelenkspalt eingeschlagen

Der Meniskus besteht aus (Faser-)Knorpel, besitzt die Form einer flachen Mandarinenscheibe und liegt jeweils an der Innen- und Außenseite eines Kniegelenkes. Die beiden Zwischenknorpelscheiben formen auf dem relativ planen Schienbeinkopf zwei Mulden, in denen der Oberschenkelknochen wunderbar gleiten kann und die Druckverteilung optimiert wird. Gleichzeitig arbeiten die beiden Menisci wie Stossdämpfer und federn die enorme Belastung beim Gehen und Laufen elastisch ab. Eine geniale Erfindung der Natur. Bei abrupten Bewegungen mit starken Scherkräften wird der Meniskus gequetscht und kann ein- oder sogar abreißen (Korbhenkelriss). Gehäuft entstehen solche Verletzungen bei Knorpelstrukturen, die auf Grund des natürlichen Alterungsprozesses einen geringeren Feuchtigkeitsgrad aufweisen und trockener werden. Die eingerissenen Meniskusanteile sind vergleichbar mit Sand im Kugellager, verursachen nicht nur Schmerzen, sondern können auch die noch intakten Knorpelflächen zerstören. Je nach Alter und Ort der Verletzung werden die eingerissenen Anteile entweder sparsam entfernt oder, falls möglich, durch Nähte oder Anker repariert. Hierbei besteht nur im äußeren, durchbluteten Meniskusdrittel eine Heilungschance.  Nach der Entfernung der eingerissenen und schmerzhaften Meniskusanteile ist eine baldige Vollbelastung gestattet. Eine Meniskusnaht erfordert eine mindestens 6 wöchige Entlastungs- und Nachbehandlungsphase. 

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Nach der arthroskopischen Teilentfernung
des geschädigten Innenmeniskus

Der Patient war 3 Wochen nach dem Eingriff nahezu beschwerdefrei

   

Knorpelchirurgie - Arthrosebehandlung

Alle Gelenkflächen sind von Knorpel überzogen, in der Jugend glatt und spiegelnd, durch eine übermäßige Beanspruchung und mit zunehmendem Alter matt und rau. Diese degenerative Gelenkerkrankung - man spricht von Arthrose - wird in verschiedene Stadien eingeteilt, die von der Knorpelerweichung (Chondomalazie) über Defekte (Löcher, Furchen, Einrisse, Abhebungen, Ausdünnung) bis zur sogenannten ‚Glatze’ reichen, bei der der blanke Knochen zu sehen ist. 

Beispiele für Knorpeldefekte


Rauhigkeiten oder Rissbildungen lassen sich mit feinen Instrumenten glätten. Frei im Gelenk befindliche Knorpel- oder Knochenstückchen (freier Gelenkkörper, sog. Gelenkmaus) können entfernt werden. Kleinere Bereiche, in denen kein Knorpel mehr vorhanden ist, können mit Spezialinstrumenten bearbeitet werden, was zu Mikroblutungen führt, aus denen neuer Knorpel entsteht, der aber von minderer Qualität ist. Trotz fortgeschrittener und ausgefeilter Techniken dürfen die Erwartungen an die arthroskopische Knorpelchirurgie nicht übertrieben hoch gestellt werden. Ein einmal eingetretener Gelenkverschleiß kann bestenfalls aufgehalten werden, eine vollständige Regeneration ist aber nicht mehr möglich.
In jedem Falle sorgt eine arthroskopische Gelenksanierung für eine deutliche Verbesserung der Gelenkmechanik und dadurch für eine Minderung der Beschwerden. Manchmal kann eine medikamentöse Injektionstherapie (Hyaluronsäure) sehr förderlich sein. Fragen Sie uns. 

Injektion von Hyaluronsäure (z.B. Ostenil)



Kreuzbandchirurgie

Die Kreuzbänder bekamen ihren Namen durch das ‚X’, das das vordere und das hintere Kreuzband etwa in der Mitte des Kniegelenkes formen. Sie verhindern, dass der Schienbeinkopf gegenüber dem Oberschenkelknochen nach vorn oder hinten gleiten kann. Ein weiterer Geniestreich der Natur. Das vordere Kreuzband ist etwa halb so dick wie das hintere, damit deutlich anfälliger für Verletzungen. Image Trotzdem muss das Kniegelenk nicht zwangsläufig instabil werden, wenn das vordere Kreuzband allein gerissen ist. Die anderen Strukturen wie Gelenkkapsel, die Zwischenknorpelscheiben (Menisci), die Seitenbänder und der Muskelmantel können eine ausreichende Reststabilität bewirken, wie mancher Profi-Fußballer ohne vorderes Kreuzband bewiesen hat. Sollte das Kniegelenk aber instabil sein und Beschwerden machen, ist der Ersatz eines Kreuzbandes geboten. 

Das vordere Kreuzband wird entweder durch ein Drittel der Kniescheibensehne oder durch die Sehne des sogenannten Halbsehnenmuskels (Semitendinosus) ersetzt. Die Verwendung eines Kunstbandes wurde zu Gunsten von körpereigenem Gewebe verlassen.


 

Das vordere Kreuzband

 

  

 


 

Das obere Sprunggelenk 

Das obere Sprunggelenk wird gebildet aus dem Schienbein (Tibia) mit dem Innenknöchel, dem Wadenbein (Fibula) mit dem Außenknöchel und dem Sprungbein (Talus). Das untere Sprunggelenk liegt zwischen Sprungbein und Fersenbein (Calcaneus). Die meisten Verletzungen betreffen das obere Sprunggelenk:  Außen- oder Innenbandzerrung oder –zerreissung, Zerreissung der Bandverbindung zwischen Schien- und Wadenbein (vordere Syndesmose), Außen- oder Innenknöchelbruch, Verletzung des Sprungbeines. 

Sollten nach der operativen oder konservativen (ohne Operation) Behandlung solcher Verletzung chronische Beschwerden in Form von Schmerzen und Bewegungseinschränkung bleiben, ist die Sprunggelenksarthroskopie der ideale und schonendste Weg, eine Gelenksanierung vorzunehmen.  Durch die Knorpelglättung, die Entfernung freier Gelenkkörper oder von Knochenvorsprüngen (wie in unserem 2. Beispiel)  und die Lösung von Verwachsungen kann in vielen Fällen eine Minderung der Beschwerden oder sogar völlige Beschwerdefreiheit erzielt werden.Aber auch hier gilt der Grundsatz, dass die Arthroskopie einen bestehenden Gelenkverschleiß (Arthrose) nicht rückgängig machen kann.

Zwei Beispiele aus der Praxis


Das Schultergelenk 

Das gesamte Schultergelenk ‚hängt’ am Schulterblatt, das wiederum vom Schüsselbein auf Abstand gehalten wird und in einem mächtigen Muskelverband frei auf dem Brustkorb gleiten kann. Der Oberarm liegt mit seiner Gelenkkugel (Kopf) in einer kleinen knöchernen Schale, die von einem etwa 1 cm breiten Knorpelrand  eingefasst ist. Diese Gelenkpfanne und der Oberarmkopf sind durch straffe Kapsel-, Band- und Muskelstrukturen (Weichteile) miteinander verbunden.  Diese phantastische Konstruktion der Natur ermöglicht einen enormen Bewegungsumfang, birgt aber den Nachteil, dass das Schultergelenk relativ empfindlich und empfänglich für Verletzungen und Verschleiß ist.Schon leichte Prellungen führen manchmal zu langwierigen Beschwerden. 

Die frische Schulterverletzung 

entsteht meist durch einen direkten Sturz auf das Gelenk und/oder indirekt durch ein Verdrehen des Oberarmes. Die häufigsten Verletzungsfolgen sind:  Teilweise oder vollständige Zerreissung der Bandverbindung zwischen Schlüsselbein und Schulterdach (Tossy-Verletzung), Auskugeln (Luxation) des Oberarmkopfes, Zerreissung der Sehnenanteile, die für die Drehung und das Abspreizen des Armes verantwortlich sind (Rotatorenmanschetten-Ruptur) Ist es beispielsweise zu einer Luxation des Schultergelenkes gekommen, wird nach dem Wiedereinrichten des Oberarmkopfes eine genaue Untersuchung der Schulter erfolgen. Röntgenbilder dienen zum Erkennen von knöchernen Verletzungen. Zur Darstellung von Einrissen der Muskulatur bzw. ihrer Sehnenstrukturen, von Bandverbindungen oder des Knorpelrandes der Gelenkpfanne ist häufig eine Ultraschalluntersuchung und eine sogenannte Kernspintomografie erforderlich.Hier zeigen sich leider nicht selten Verletzungen von Gelenkanteilen, die zumindest bei jüngeren sowie sportlich oder beruflich stark belasteten Patienten operativ versorgt werden sollten. Falls dies nicht erfolgt, besteht eine große Gefahr, dass die Schulter auch ohne Sturz bei einer Alltagsbewegung erneut auskugelt (luxiert). So werden z.B. ausgerissene Gelenkpfannenanteile durch direkte Naht versorgt, um die Schulter vor einem erneuten Auskugeln (Luxation) zu bewahren. 

Der chronische Schulterschmerz 

Die Ursachen für den chronischen Schulterschmerz sind vielfältig. Die Schmerzen können durch Veränderungen innerhalb oder außerhalb des Gelenkes entstehen. Die häufigste Ursache für den Schmerz innerhalb des Schultergelenks ist der Gelenkverschleiß (Arthrose). Durch dauerhaft übermäßig starke Beanspruchung oder nach schweren Unfällen kann es zu Knorpeldefekten im Gelenk kommen. Die Bewegungen laufen nicht mehr reibungslos. Schmerzlindernde entzündungshemmende Medikamente und Krankengymnastik bringen oft eine Minderung der Beschwerden. Sollte aber keine Besserung zu erzielen sein, kann die schonende arthroskopische Gelenksanierung helfen. 
Schmerzen außerhalb des Schultergelenkes entstehen häufig dadurch, dass der Raum zwischen dem knöchernen Schulterdach (Acromion) und dem Oberarmkopf zu eng geworden ist (Impingement-Syndrom). Die den Oberarmkopf umgreifenden und durch diesen Raum ziehenden Sehnen (z.B. Supraspinatussehne) werden gequetscht und beschädigt, in ausgeprägten Fällen sogar zerrieben. Eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Schulter vor allem beim Abspreizen und bei der Außenrotation des Armes ist die Folge.  Die arthroskopische Sanierung des Schultergelenkes und die Erweiterung des Raumes zwischen Schulterdach und Oberarmkopf können unmittelbar hintereinander in einer Narkose erfolgen. In letzterem Fall werden Teile des Schleimbeutels unter dem Schulterdach samt entzündetem Gewebe entfernt. Mit Hilfe von speziellen Schleifinstrumenten (Acromionizer) wird das knöcherne Schulterdach (Acromion) von unten teilweise abgefräst,  Knochenzacken werden geglättet, Verklebungen gelöst. ( = subacromiale Dekompression). Ein freies Gleiten der Sehnen ist wieder möglich, die Beschwerden werden gemindert oder verschwinden sogar gänzlich.


Das Ellenbogengelenk 

ist ein Scharniergelenk, gebildet aus dem Oberarmknochen (Humerus), der Elle (Ulna) und der Speiche (Radius). Neben einem einfachen Strecken und Beugen des Armes ist eine Umwendbewegung des Unterarmes möglich, wobei sich die bewegliche Speiche über der starren Elle dreht.
Durch frische Verletzungen mit und ohne knöcherne Beteiligung sowie eine chronische Überbelastung des Gelenkes, kann es zu einer Beeinträchtigung der beschriebenen Gelenkmechanik kommen. Knorpelabhebungen (Flakes), freie Gelenkkörper (Gelenkmäuse) und neu gebildete Knochenvorsprünge (Osteophyten) mögen die Ursache der Beschwerden sein und lassen sich durch das elegante Verfahren einer Arthroskopie ohne folgenreiches Eröffnen des Gelenkes beseitigen.