Der Fersensporn wird als eine erworbene Knochenausziehung der inneren Fußunterseite (medio-plantar) definiert, die den Ursprungspunkt der inneren Plantaraponeurose (Sehnenplatte der Fußsohle) und des M. abductor hallucis (Abspreizer der Großzehe) bildet. Diese beiden Punkte setzen sich als sehr dünne Fersenknochenfaszie über die Achillessehne zur kräftigen Wadenmuskulatur (triceps surae-Gruppe) fort. Biomechanisch bilden sie eine dreieckige Hebelkraft, die über eine Bogenstruktur Einfluß auf die Fersenknochen-Positionierung und die Fußformgestaltung nimmt.

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Es handelt sich um eine
harmlose Verknöcherung des Sehnenansatzes
Nicht diese Knochen'nase' ist für den Schmerz verantwortlich, sondern ...

 

 

Es gibt zahlreiche Theorien über die Ursache einer Fersenspornbildung. Ein osteopathischer Ansatz hält die chronische Dysbalance der Plantaraponeurose (s.o.) zu den wadenmuskelseitigen Hebelkräften für ursächlich.
Die Ausbildung eines Fersensporns findet sich im weiten Spektrum vom Plattfuß bis zum Hohlfuß.

Ebenso gibt es viele gute Therapieansätze - ob konservativ oder operativ -, die wir an dieser Stelle weder darstellen und noch deren Wirksamkeit kommentieren möchten. Aber häufige Arztwechsel verbunden mit einer langen Leidensgeschichte der betroffenen Patienten sprechen für sich.  Image

Anatomisch gesehen wäre der therapeutische Einsatz eines Fersenkissens logisch, leider ist er oft nicht wirksam. Die Nervenabzweigung vom hinteren Schienbeinnerv (Ramus  calcaneus medialis vom N. tibialis post.) und je nach Begleiterscheinung die Abzweigung des Plantarnervs (N. plantaris medialis / lateralis) sind für die hartnäckigen Fersenschmerzen des sog. (Pseudo)Fersensporns verantwortlich.

Therapeutisch werden die biomechanisch fehlgesteuerten Hebelkräfte der beteiligten Muskeln mit der Strain/ Counterstrain-Technik wiederhergestellt, die beteiligten Gelenk-Strukturen deblockiert, und, falls erforderlich, die Dynamik der unteren Extremität über das Knie- und Hüftgelenk (die rückwärtige Oberschenkelmuskulatur bewirkt häufig eine fasziale Unterschenkelvorspannung) über das Becken bis zu unteren Lendenwirbelsäule abgestimmt. (Manuelle Therapie)